🌱Unsere Kräuterspirale ist fertig!
Was gemeinsam geplant und Schritt für Schritt umgesetzt wurde, ist nun fertig: Unsere Kräuterspirale steht!
Zunächst haben die Kinder die Spirale gemeinsam geplant, Aufgaben verteilt und Entscheidungen mit soziokratischen Methoden getroffen. Anschließend ging es an die praktische Umsetzung. Für den Bau wurden tonnenweise Steine bewegt. Mit vereinten Kräften schleppten die Kinder das Material heran, zerkleinerten alte Dachziegel und schichteten Steine, Sand und Erde sorgfältig aufeinander. Auch den Zaun rund um die Kräuterspirale errichteten Eltern und Kinder gemeinsam. Die Kinder packten tatkräftig mit an und schlugen die Pfosten selbst in den Boden.
Dabei lernten sie nicht nur, wie man eine Kräuterspirale baut, sondern auch, warum ihr Aufbau so wichtig ist. Die verschiedenen Schichten sorgen für Stabilität, Drainage und unterschiedliche Bodenbedingungen. Große Steine und zerkleinerte Dachziegel lassen überschüssiges Wasser abfließen und speichern gleichzeitig Wärme. Sand und Erde schaffen verschiedene Mischungen, sodass auf kleinem Raum unterschiedliche Lebensbereiche entstehen können.
Die Kräuterspirale ist ein Beispiel für Permakultur. Dabei geht es darum, natürliche Kreisläufe zu beobachten und vorhandene Ressourcen möglichst sinnvoll zu nutzen. Wasser kann von oben nach unten sickern, die Steine speichern Sonnenwärme und durch die verschiedenen Zonen finden viele Kräuter genau die Bedingungen, die sie benötigen. So kann auf kleinem Raum mit vergleichsweise wenig zusätzlichem Wasser eine große Vielfalt entstehen.
Die Kinder erfahren dabei ganz praktisch, was die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bedeuten: Sie lernen miteinander und voneinander, übernehmen Verantwortung und gestalten ihren Lernort demokratisch. Gleichzeitig geht es um hochwertige Bildung, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Ernährung.
Die Kinder haben die Kräuterspirale bewusst direkt außerhalb des Schulgartens platziert, damit auch Besucher sie erleben und entdecken können. Bis die geplanten Schilder und QR-Codes entstehen, gibt es allerdings noch einiges zu tun: Die Kinder müssen zunächst Informationen zusammentragen und gemeinsam entscheiden, welche Inhalte für Besucher wichtig sind. Wie lässt sich die Funktionsweise der Kräuterspirale für Groß und Klein verständlich erklären? Braucht es Zeichnungen, Fotos oder kleine Anleitungen? Und wie können die Informationen so anschaulich gestaltet werden, dass sie neugierig machen und zum Weiterforschen einladen?
Die Antworten auf diese Fragen entwickeln die Kinder gemeinsam – natürlich auch hier mit soziokratischen Methoden. Wir sind gespannt, welche Ideen in den nächsten Wochen entstehen und wie sich die Kräuterspirale dadurch zu einem öffentlich sichtbaren Lernort weiterentwickelt.
Wir freuen uns sehr über diesen neuen Ort im Schulgarten und bedanken uns herzlich bei den Stiftungen, die das ermöglicht haben und allen weiteren Helfern, die mit angepackt und dieses Projekt möglich gemacht haben!













































